Ladies and Gentlemen, werte Metalheads, liebe Hildesheimer, die Bischofsstadt zwischen Hameln und Braunschweig, Hannover und Alfeld, eher bekannt für Jazzfestivals, einem weltberühmten Gothic-Festival und eine ausgeprägte Blues-Szene, hat seit heute Nacht einen neuen offiziellen Vertreter für das Landesfinale des Local Heroes Contest 2011 in Hannover: Nämlich uns! Die BetonEngel! Als einzige Vertreter der metallverarbeitenden Zunft konnten wir uns gegen die Konkurrenz durchsetzen und einmal mehr beweisen, dass Heavy Metal nicht nur betonhart und laut, sondern auch die beste Musik der Welt ist!
Doch ganz von vorne: Für das gestrige Finale konnten sich Third Try, die stark an populäre California-Punkrocker der späten Neunziger erinnerten, Dokmalou, die eine dufte Mischung aus Pop, Blues und Funk mit Blasinstrumenten und mehrstimmigen Gesang spielten, und natürlich BetonEngel qualifizieren. Eine sehr bunte Mischung, die an dem Abend viel Abwechslung bescherte, aber die Entscheidung für Jury und Publikum nicht einfach machen sollte. Wir waren allerdings die Exoten an diesem Abend. Vorteil oder Nachteil? Wir hatten keine Ahnung! Aber was soll's. Einfach durch! Preußisch pünktlich um Punkt vier Uhr waren Peter und ich mit den Drums als erstes in der Kufa. Das Aufbauen und Hineintragen des Equipments und der anschließende Soundcheck dauerte natürlich etwas, aber der mit Bier gut bestückte Kühlschrank im Backstage und eine große Auswahl an Wurst, Käse und Brötchen konnten die Arbeit verträglicher machen. Per Losverfahren wurde basisdemokratisch von Veranstalter William festgelegt, dass der Abend zunächst von Third Try begonnen wird, dann Dokmalou und schließlich wir die Bühne rocken dürften. Was für eine Erleichterung nicht den undankbaren ersten Gig absolvieren zu müssen. Opener-Slots sind nicht Heavy Metal! Für mich war unglaublich, dass nach Öffnen der Kasse so viele Fans für uns, aber vor allem Third Try angereist waren (sie scheinen wohl jeden eingeladen zu haben, den sie kennen!), dass kurzer Hand ein Einlasstop vom Veranstalter ausgesprochen wurde, um die Sicherheit der Veranstaltung zu gewährleisten. Rappelvoll begonnen schließlich die besagten Punkrocker mit über einer Stunde Verspätung. Und meine Güte – war der Laden voll und heiß. Im Anschluß folgten Dokmalou, die allerdings eine Notumbesetzung hatten, da der Sänger im Urlaub war.
Der Peter Fun Fact: Aloha! Ich als Sänger von BetonEngel habe Urlaub nicht nötig. Dank Hemd und Lederjacke, kriege ich überall meine tropische Urlaubshitze!
Leider leerte sich der Laden nach dem Auftritt von Third Try enorm. Ts, ts, ts! Immerhin kamen nun die Leute rein, die am Eingang warten mussten.
Tja, dann schlug das letzte Stündchen. Unsere Stunde! Beziehungsweise halbe Stunde!
Doch vorher hatten wir noch Probleme beim Aufbau – praktischerweise wurde das Schlagzeug um einen halben Meter verschoben und die Mikros mussten neu positioniert werden und das Mischpult für die Sequenzen war auch abgebaut!
Der Peter Fun Fact: >>Plain awesome!<< würde der Ami zu so einer Situation sagen.
Zum Glück war Tonmann Ralf zur Stelle!
Na ja, immerhin füllte sich der Saal, während rumhantiert wurde. Und ja – kaum zu glauben – er war wieder voll. Hildesheim wollte harte Musik hören.
Und das sollten sie auch kriegen! BetonEngel blüht nämlich vor großem Publikum auf!
Und wir blühten nicht nur, sondern räumten mit unserem betonharten Geknüppel auch noch den Laden ordentlich auf.
Der Peter Fun Fact: Und ich habe mich diesmal sogar nicht am Mikrofonständer verletzt! Dafür aber ich ihn! Die Rache ist mein!
Eine Menge headbangender Metalheads und Partypeople und viel Spielfreude ließen diesen Auftritt für uns unvergesslich werden.
Endzeit, Waffengewalt, russische Sprachexkurse, Tanga-Regen, Beton satt!
Das einstimmige Ergebnis der Jury bestätigte unseren Auftritt! Und die Konkurrenz war hart, fast so hart wie wir! Danke für diesen Abend! Es war uns eine Ehre!
Und so wurde aus dem kleinen, ruhigen Hildesheim, HILDESHEIM METAL CITY!
Hildesheim wurde gerockt! Bis auf die Grundsteine!
An dieser Stelle ein riesiges DANKE an unsere Fans und Zuhörer an diesen Abend, an unsere ältesten und treuesten Groupies, an Ralf für den Bombensound, an Lichtmeister Boris für seine sehr gute Arbeit am Lichtklavier, danke an Anton (jetzt haben wir endlich mal GENUG Pleks!) und natürlich an William und Anke (die leider an dem Tag krank war) für die Orga!
Es war ein ausgezeichneter Kulturabend! Was ist schon Poesie im großen Saal?
Und da Hildesheim nun abgerissen wurde, muss nun unsere geliebte Landeshauptstadt Hannover dran glauben! Uh ja!
- Linus und Peter